Isolde Krams im Gespräch

Die meiste Zeit ihres künstlerischen Schaffens hat Krams von feministischem Standpunkt aus gehandelt. Nun hat sie sich auf das Bewahren von Natur, Tieren und der Erde fokussiert. Ihr starkes persönliches Interesse an Artenerhaltung und Problemen der Umwelt hat dazu geführt das sie nun fast ausschließlich umweltfreundliches und unbedenkliches Material verwendet. Diese verschiedensten Materialien reichen von Naturkautschuk, dem aus gekämmten Haar ihres Hundes bis zu wiederverwendeten Einkaufsbeuteln. Für die Skulptur “Unfamiliar Turf”, zum Beispiel, wurde ein entledigter Gartenschirm zu den Stoßzähnen des Elefanten umgearbeitet.

Krams hat sich eine Technik erarbeitet mit welcher sie den Skulpturen eine haut ähnliche Oberfläche verleiht. Die Arbeiten aus Gummi sind weich, leicht greifbar.

Ab 2000 hat sie an einer Serie überlebensgroßer Fische gearbeitet, welche ihrem natürlichen Habitus entnommen, geknebelt und festgeschnallt wurden. Diese Fische “außerhalb dem Wasser”,weisen auf Unverständnis des Menschen hin und symbolisieren seine Ausnutzung der Natur.

Mitte 2000 drehte sie einen Film, “It’s so Beautiful it almost looks artificial” und “Miss Lelarap Raw”. Die für den Film entwickelten Charaktere; Miss World, Mensch und Schweinehund sind seither an verschiedenen Orten in Südafrika und Deutschland gesichtet worden.

Zur Zeit setzt sich Krams mit weiblicher Erotik auseinander, welches zu Ergebnissen von menschlichen Formen und Figuren geführt hat.